April 24, 2020

Wo fängt Mobbing an?

Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, von Klienten, aber auch von Unternehmen. Die Antwort ist strukturell einfach:

Beim Betroffenen, beim Opfer.

Dann folgen i.d.R. zwei spannende Reaktionen.

Beim Opfer: Das kann nicht sein, ich bin doch nicht schuld.

Beim Unternehmen: Fein, dann können wir ja nichts tun.

Beide Standpunkte haben noch etwas Entwicklungsbedarf. Das Opfer ist nicht „schuldig“, ist aber final der Mensch, der die Situation ändern kann. Das ist ein langer Weg, den fast niemand alleine schafft und Hilfe von jemand erfordert, der bereit ist, weit hinten in dessen Vergangenheit aufzuräumen….
Die Unternehmen können sich und seine Führungskräfte so aufstellen, dass Kommunikation gewaltfrei und auf Augenhöhe passiert und somit an der Stelle sensibleren Menschen erlaubt nicht zu sehr in die Opferrolle zu kommen.

Denn in meiner Welt ist das Gegenteil von „Opfer“ nicht „Held“, sondern „Täter“.

Jedes Unternehmen kann entscheiden, ob es „Täter“ zulassen möchte oder nicht.

Ich kenne inzwischen einige Unternehmen, die an dem Punkt arbeiten und auch Frühwarnindikatoren und Auffangsysteme für betroffene Mitarbeiter erfolgreich installiert haben.

Das macht Mut.

Haben Sie einen schönen Tag und seien Sie heute bitte „Held“ und nicht eine von den anderen beiden Typen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.